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Das letzte Geschichtskapitel der Galerie
ist schnell berichtet.
Über ein Jahrhundert tat die
Badlwandgalerie ihren Dienst.
Erst 1966 wurde die Bahnlinie in einen
Tunnel durch den
Kugelstein am anderen Murufer verlegt und elektrifiziert.
1972 teilte man die beiden Fahrtrichtungen
der Bundesstrasse,
um die Verkehrsbelastung der Galerie zu verringern.
1977/78 schliesslich begann die endgültige
Verlegung der Schnellverkehrsstrasse ans andere Murufer und die
Badlwandgalerie hatte ausgedient.
Als besonderes Baudenkmal aus den Anfängen
der österreichischen Eisenbahnen wurde sie unter Denkmalschutz gestellt,
allerdings auch gleichzeitig, weil sich niemand für die Erhaltung
verantwortlich fühlte, demVerfall preisgegeben.
Anfang der 80iger Jahre wurden Teile der
Badlgalerie im Nordbereich zu umfangreichen Verteidigungsstellungen des
Bundesheeres ausgebaut, die bis ins Jahr 1998 betriebsbereit gehalten
wurden und deren Bausubstanz heute teilweise noch benutzbar ist.
Nachdem das Bundesheer seine Nutzung aufgekündigt
hat,
befindet sich das gesamte Areal der Galerie im Eigentum der
Bundesstrassenverwaltung und damit im Eigentum des Bundes.
Durch die Aufschüttung vor der Galerie und
die heute darauf liegende Strasse zeigt sie heute nicht mehr das Bild, das
sie vor 155 Jahren bot, als die Mur ganz nah heranreichte und nicht einmal
mehr Platz für eine Strasse davor war. Aber imponierend ist dieses
Bahnkunstbauwerk noch immer, gehört es doch zu den eindruckvollsten
Zeugen des österreichischen Eisenbahnwesens und
seine Erhaltung sollte ausser Zweifel stehen.
Kapitel
11
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