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Eine
kühne Idee
Um diesen
Schwierigkeiten zu begegnen, wurde nun vorgeschlagen, die Bahn vom linken
auf das rechte Ufer zu verlegen, und sie beim sogenannten
"Jungfernsprung" über die Feistritz zu führen.
Die Beschaffenheit des Flussbettes aber und die wahrhaft kolossalen
Bauten, welche notwendig gewesen wären, um das Herabrollen der grösseren
Felsenstücke von der Höhe der Wand beim Jungfernsprung zu verhindern, so
wie die Kostspieligkeit der Wasserbauten zur Sicherung des Ufers, hielten
von der Ausführung dieses Projektes ab.
Hätte man aber die
Bahn auf dem linken Ufer neben der Poststrasse führen wollen,
so hätte diese verlegt und grösstenteils in das Flussbett hinein
fundiert und gebaut werden müssen;
ein Wasserbau von mehr als 200 Klaftern Länge, um die neue Strasse vor
den Angriffen der Mur zu bewahren, wäre ebenfalls notwendig geworden. Als
einziger Ausweg, um diese äusserst kostspieligen und schwierigen Bauten
zu vermeiden, wurde die kühne Idee geboren, eine 191 Klafter lange
Bogenstellung mit überwölbter Decke, der einerseits der Felsen, und
andererseits acht Schuh dicke Pfeiler aus Quadern als Widerlager dienen,
und grösstenteils auf dem Felsen fundiert ist, aufzuführen, die
Commerzial-Strasse darüber und die Eisenbahn darunter zu verlegen.
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