der
Badlwand-Galerie"
Im Jahre 1998 wurde Seitens der Landesregierung Steiermark
eine Aktion gestartet, in der die Bürger des Landes aufgerufen wurden,
schützens- und erhaltenswertes Kulturgut namhaft zu machen.
Unter den vielen daraufhin erfolgten Einsendungen
war die Badlwand-Galerie eine der meist genannten,
aber wohl auch vom Umfang her das gewaltigste Bauwerk.
Die Peggauer Bürgerin und Gemeinderätin
Friederike Brockamp war unter diesen Einsendern und begann, sich näher
mit der Badlwand-Galerie,
deren zunehmenden Verfall sie hautnah miterleben musste, zu beschäftigen.
Dabei stellte sich heraus, dass die Badlwand-Galerie zwar
schon lange unter Denkmalschutz stand,
sich aber niemand für die Erhaltung verantwortlich fühlte.
Das liess ihr keine Ruhe und deshalb wurde von ihr
die "Aktion zur Rettung der Badlwand-Galerie" ins Leben gerufen.
In einer Unterschriftenaktion wurden über 600 Unterstützungserklärungen
gesammelt, eine Vielzahl von Gesprächen mit unmittelbar und mittelbar
Betroffenen geführt und schliesslich am 25. Jänner 1999 ein erstes
Arbeitsgespräch mit der Teilnahme einer Vielzahl von direkt oder indirekt
betroffenen Personen
bzw. Vertretern von Institutionen zustande gebracht.
Unter anderen nahmen an diesem Gespräch teil:
W.HR Dipl.-Ing Dr. Friedrich Bouvier,
Bundesdenkmalamt Graz
W.HR DDr. Burkhard Thierrichter, Bezirkshauptmann GU
ORR Dr. Wilhelm Baumgartner, BH GU
Dipl.-Ing. Johann Kolb, Büro Landesrat DI Michel Schmid
Ing. Rudolf Hubinger, Baubezirksleitung GU
Oberst Franz Gigler, Vertreter des Bundesheeres
VzlT Josef Pfeifer, Bundesheer
Baumeister Ing. Peter Bachinger, Fa. W & P
OAR Werner Rois, Bürgermeister der Gemeinde Peggau
Ing. Irmin Killmann, Kulturausschuss-Obmann Peggau
GR August Thomann, Gendarmerie-Postenkommandant
Dipl.-Kfm. Siegfried Brockamp, Unternehmensberater, Verleger
GR Friederike Brockamp, Initiatorin
Wesentliches Ergebnis dieses Arbeitsgespräches war die
einhellige Aussage aller Beteiligten,
dass die Badlwand-Galerie zu erhalten sei,
dass alle im Rahmen ihrer Möglichkeiten helfen würden,
dass aber ein Gelingen dieses Vorhabens
nur über die Privatinitiative eines zu gründenden Vereins zu
verwirklichen sei.
Deutlich wurde aber auch, dass das Erreichen des gemeinsamen
Zieles,
die Rettung der Galerie, ein sehr kompliziertes und schwieriges
Unterfangen werden würde.
Neben dem Beschluss einer Reihe von anderen
Sofortmassnahmen durch Bundesheer und Bundesstrassenverwaltung wurde ein
Proponenten-Komitee zur Gründung eines Vereins bestellt und mit der Aufgabe der Vereinsgründung
betraut.
Nach einer Unzahl von Gesprächen und Aktionen war es dann
so weit.
Die vorher ausgearbeiteten Vereinsstatuten wurden
beschlossen und die ersten Beschlüsse gefasst.
Dazu gehörten die Festlegung des Mitgliedsbeitrages auf ÖS 200.- jährlich,
der Auftrag an den Vorstand, die Eigentumsverhältnisse der Galerie zu klären
und eine eventuelle Eigentumsübernahme in den Verein vorzubereiten,
Spendengelder aufzutreiben, und, und, und, ....
Wer sich in der Vereinsarbeit ein wenig auskennt, weiss, wie viel
Aufwand und Arbeit allein mit den behördlichen Belangen zusammenhängt.